1744 - 2010: 266 Jahre Familie Böhm im Klosterbräu in Bergen

Martina und Otto Böhm mit Nikolaus (1 Jahr), Friedrich (9), Lucius (3), Gustav (6), Baptist (11) und Franziskus (8)

Bis in die Zeit des frühen Mittelalters (976 n. Chr.) lässt sich die Geschichte des Klosters in Bergen zurückverfolgen. Das Gebäude des vorgelagerten heutigen Romantikhotels wurde vor ca. 500 Jahren errichtet, doch Aufzeichnungen belegen, dass es hier schon viel früher eine Klosterschenke gegeben hat.

Seit 1744 sind Gaststube und Brauerei „Klosterbräu“ im Besitz der Familie Böhm, die das Anwesen Anfang des 19. Jahrhunderts um ein Drittel der ehemaligen Klostergründe rund um die Gastwirtschaft erweiterte.

In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts begann der große Umbau. Die Brauerei wurde eingestellt. Otto Böhm senior, der die Gaststube 1974 erhalten hatte, riss das Brauereigebäude ab, um für einen Biergarten Platz zu machen. Neue Stuben und Nebenzimmer wurden eingerichtet. Das gastronomische Engagement wurde 1981 mit dem Ehrenpreis „Bayerische Küche“ von Oberbayern für die Gastwirtschaft belohnt. Otto Böhm errichtete neben einem zusätzlichen Nebentrakt mit Fremdenzimmern bis Mitte der 90er Jahre den Neubau des Hotels im Klosterhof.

2003 übernahm Otto Böhm junior, der von seiner ehemaligen Wirkungsstätte, der sternegekrönten "Residenz Heinz Winkler in Aschau" an den heimischen Herd zurückkehrte, in nunmehr der 9. Generation Hotel und Gaststube. Konsequent und zielstrebig baut er seitdem das "Klosterbräu" zur Feinschmecker-Adresse in der Region zwischen Augsburg, Donauwörth, Eichstätt, Ingolstadt und Neuburg aus.

Die Renovierung der Restaurant-Küche und der Einbau der "gläsernen Küche", die den Gast an ihrer Rückseite ganz wörtlich "in die Töpfe gucken lässt", bildete den Auftakt zum kulinarischen Schatz-Heben im "Klosterbräu". Seit ihrer Eröffnung im Frühjahr 2005 schließt sich an die traditionsbewusste und heimelige Gaststube die kleine, aber feine Jakobstube an. Hier begeistert eine heimatverbundene und leichte Küche.

Im Sommer 2006 waren die Renovierungsarbeiten der Malztenne abgeschlossen. Otto Böhm öffnete den Kreuzgang zwischen dem Restaurant- und Hotelbereich seitlich des Krebsbrunnens zum Gebäude hin. Damit enstand im seit Jahren weitgehend ungenutzten spätmittelalterlichem Gewölbe eine attraktive und gemütliche Lounge. Hier genießen die Gäste des Hotel-Restaurants das Frühstück, am Nachmittag den Kaffee und die hausgemachten Kuchen sowie am Abend bei Kaminfeuer den Digestif.

Von der Lounge aus gelangt man über eine großzügige Treppe in die in diesem Jahr eröffnete liebevoll restaurierte Heutenne, die sich hervorragend für Familienfeste und Tagungen eignet. Mit diesem Juwel ist das Klosterbräu-Ensemble um ein weiteres Schmuckstück bereichtert worden. Auf einer Ebene mit der Heutenne befinden sich außerdem die beiden ebenfalls in diesem Jahr eröffneten neuen Knechtstuben, Friedrichsstube und Franziskusstube.

 

 

Silvester 2010

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